Sie möchten sich von ihrem Fahrzeug trennen und es privat zum besten Preis verkaufen, wissen aber noch nicht recht wo Sie anfangen sollen in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollen und was zu beachten ist? Dann haben wir hier ein paar Tipps für Sie!

Wertermittlung

Zunächst sollten Sie recherchieren, welchen Wert ihr Fahrzeug auf dem Markt noch hat. Dazu ist wichtig, dass das Baujahr, der Kilometerstand und natürlich die Ausstattung bei der Preisfindung berücksichtigt werden. Auch Kriterien, wie ein gepflegtes Scheckheft oder bekannte Schäden haben Einfluss auf den Wert des Wagens. Bleiben Sie realistisch und überlegen Sie sich, ob Sie einen Festpreis für Ihr Fahrzeug festlegen wollen oder ob Sie bereit sind den Kaufpreis mit dem Käufer zu verhandeln. Was ist Ihre äußerste Schmerzgrenze?

Beschreibung des Fahrzeugs

Im Anschluss sollten Sie eine detaillierte Beschreibung Ihres Fahrzeugs anfertigen. Alle wichtigen technischen Daten und Ausstattungsmerkmale sollten genannt werden. Wichtig ist, dass die Angaben Korrekt sind, da der Käufer gegeben falls sogar vom Kaufvertrag zurücktreten kann, sollte dies nicht der Fall sein. Falls das entsprechende Fahrzeug einen Unfallschaden hat oder andere größere Mängel, sollte dies unbedingt im Inserat vermerkt sein. Auch wenn die Schäden bereits repariert wurden. Die Reparatur dokumentieren Sie am besten mit einer Kopie der Rechnung oder des Werkstattauftrages. Auch der bisherige Verwendungszweck sollte in der Beschreibung aufgezeigt werden. Sprich, wurde das Fahrzeug privat oder gewerblich genutzt, beispielsweise als Fahrschulwagen oder Taxi?

Fotos als Verkaufsargumente

Im nächsten Schritt sollten ansprechende und aussagekräftige Bilder gemacht werden. Dies erhöht Ihre Verkaufschancen erheblich. Bevor Sie nun anfangen zu fotografieren, beachten Sie den Zustand des Wagens. Denken Sie daran, für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Reinigen Sie das Auto gründlich sowohl von innen als auch von außen. Leichte Schäden lassen sich oftmals durch eine professionelle Aufbereitung beheben, wie z.B. kleine Polsterschäden oder Flecken. Hier könnte sich die kleine Investition lohnen, da Sie mit einer gepflegten Innenausstattung einen höheren Verkaufspreis erzielen können. Nun suchen Sie sich am besten einen ebenen Untergrund, wie einen Parkplatz und fotografieren Sie alle Seiten des Autos, die Front, den Kofferraum, den Innenraum, das Cockpit und natürlich alle wichtigen Details und besondere Ausstattungsmerkmale. Auch Dellen und verkaufsrelevante Schäden sollten festgehalten werden.

Für gute Fotos ist freundliches Wetter mit leicht bedecktem Himmel von Vorteil, um Spiegelungen und farbliche Verfälschungen des Lackes zu vermeiden. Verwenden Sie beim Fotografien keinen Blitz. Machen Sie gerne mehr Fotos, als Sie eigentlich inserieren möchten, dann haben Sie im Anschluss bei der Bildbearbeitung eine größere Auswahl. Passen Sie vor dem Inserieren den Bildausschnitt an und achten sie dabei auf eine gute Bildqualität. Die Fotos sind in der Anzeige Ihr Aushängeschild.

Weitere Vorgehensweise

Nun können Sie Ihr Angebot online stellen. Antworten Sie regelmäßig auf Anfragen, um keine potenziellen Käufer durch fehlende Reaktionen zu verlieren. Halten Sie weitere Bilder und Dokumente (Brief / Schein / Serviceheft / Belege für Wartung und Reparatur / TÜV Bescheinigungen) für Nachfragen parat. Sprechen sich mit den Interessenten Besichtigungs- bzw. Probefahrttermine ab und planen Sie genügend Zeit für eine Besichtigung ein, falls sie mehrere Käufer haben, die das Objekt begutachten möchten. Antworten Sie auf mögliche Fragen ehrlich, sonst fühlt sich der Kunde am Ende übers Ohr gehauen. Für die Probefahrt überlegen Sie sich am Besten schon vorher eine Strecke. Vermeiden Sie die Hauptverkehrszeiten bestenfalls. Lassen Sie sich vor Antritt der Probefahrt den Führerschein zeigen und notieren Sie sich unbedingt die Identifikationsnummer des Personalausweises und ergänzend dazu den Namen. Falls Sie nicht mit dem Interessenten mitfahren,
vereinbaren Sie einen Zeitraum, in dem das Fahrzeug getestet werden darf. 

Der Kaufvertrag

Wenn sich der Interessent für den Wagen entschieden hat und Sie sich mit diesem auf einen Preis geeinigt haben, kann der schriftliche Vertrag aufgesetzt werden. Hierzu können Sie um den Vorgang zu erleichtern, Vordrucke für den privaten Autoverkauf verwenden. Im Vertrag müssen folgende Angaben gemacht werden:

  • Name und Adresse des Käufers und des Verkäufers
  • Die Fahrgestellnummer und Fahrzeugdaten des entsprechenden Fahrzeuges. Der Verkauf bezieht sich NUR auf das im Vertrag aufgeführte Auto.
  • Der verbindliche Preis des Wagens einmal in Ziffern und einmal ausgeschrieben, damit im Nachhinein nichts abgeändert werden kann
  • Der Ausschluss der Gewährleistung muss ebenfalls im Vertrag vermerkt sein, da sonst der Verkäufer, auch wenn es sich um einen privaten Verkauf handelt, zwei Jahre für Schäden und Mängel am Auto haftet.
  • Von Vorteil ist, wenn Sie bestehende Mängel im Kaufvertrag vermerken damit der Käufer nicht behaupten kann, dass dieser verschwiegen wurde. So bleibt es für beide Parteien fair.
  • Kaufdatum, Ort und die Unterschriften beider Parteien besiegeln das Geschäft

Offizielles

Informieren Sie zeitnah die zuständige Zulassungsstelle und Ihre Versicherung über den Verkauf des Autos. Die Zulassungsstelle benötigt die Kopie des Briefes und des Kaufvertrages. Wichtig zu wissen ist, dass das Finanzamt solange die Steuern Ihnen zulasten abbucht, bis die Zulassungsstelle dem Finanzamt den neuen Halter meldet. So ist es im Interesse aller, die Übergabe zügig erfolgen zu lassen. Hierzu müssen Sie Ihr Fahrzeug ebenfalls bei der zuständigen Zulassungsstelle abmelden. Zu beachten ist allerdings, dass sie Ihr KFZ danach nicht mehr auf öffentlichen Grundstücken abstellen dürfen. Für die Überführung des Wagens bieten sich ein Kurzzeitkennzeichen an, welches allerdings nur maximal fünf Tage gültig ist.

Der Verkauf ist erst dann beendet, wenn der Kaufpreis in voller Höhe bezahlt wurde, die Fahrzeugschlüssel und der Brief und Schein bzw. die Abmeldebestätigung überreicht wurden. Auch die Unterlagen der letzten Hauptuntersuchung bekommt der Käufer, falls das Fahrzeug älter als drei Jahre ist. Wenn nötig muss der Verkäufer zusätzlich die allgemeine Betriebserlaubnis des KFZs aushändigen, sollten an dem Auto Veränderungen vorgenommen worden sein.


Viel Erfolg und gute Geschäfte!!!

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